Existenzgründung: Hilfe vom Staat

Die Selbständigkeit kann ein vielversprechender Ausweg aus der Arbeitslosigkeit sein, allerdings ist gerade die Anfangszeit oft finanziell hart und ohne Rücklagen kaum zu bewältigen. Die sind natürlich gerade nach einer Arbeitslosigkeit eher nicht vorhanden und die bekannte Ich-AG wurde 2006 abgeschafft. Dafür gibt es seitdem den sogenannten Gründungszuschuss, der den Start in die Selbständigkeit erleichtern soll.
Der Gründungszuschuss sichert in der Anfangszeit der Selbständigkeit den Lebensunterhalt, er entspricht dabei die ersten neun Monate lang in der Höhe dem Arbeitslosengeld I, dazu kommen 300 Euro die der sozialen Absicherung dienen sollen. Diese können auch noch weitere sechs Monate bezogen werden, wenn das Projekt nachweislich läuft. Die Zuschüsse müssen übrigens nicht versteuert werden, weil sie nicht als Einkommen gelten. Anspruch auf diese spezielle Förderung hat man nur, wenn man zum Zeitpunkt der Beantragung arbeitslos gemeldet ist und noch mindestens 90 Tage lang Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Man kann also nicht aus einer Beschäftigung heraus den Gründungszuschuss beantragen, sondern muss vorher kündigen. Ausgenommen davon sind Beschäftigungen in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Um die Förderungsmaßnahme beantragen zu können muss man auf 10 bis 15 Seiten einen Business-Plan ausarbeiten und diesen von einer fachkundigen Stelle, wie der IHK oder einer Unternehmensberatung, überprüfen und als zukunftsfähig bestätigen lassen. Reicht man diesen Antrag dann fristgerecht bei der Arbeitsagentur ein sind die Chancen, dass er bewilligt wird gut. Andernfalls besteht noch die Möglichkeit über die Kfw-Bank oder Gründernetzwerke Fördermittel zu generieren.

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